Panic Restaurant


von Seppatoni
21.10.2002

Der kleine Koch hatte gerade sein eigenes Restaurant eröffnet, als der bitterböse Hedove den Schuppen einfach besetzt und selber übernimmt. Klar, dass so etwas unserem kleinen Koch nicht gefällt. Also macht er sich auf den Weg zum Restaurant, um Hedove persönlich rauszuschmeißen...

Doch bevor er sich um den Schurken kümmern kann, gilt es erst noch ein paar happige Levels zu meistern. Und wie es nicht anders zu erwarten ist, stößt er dort auf heftigen Widerstand. Wild gewordene Karotten, brotspuckende Toaster oder auch herumschießende Fritten-Tüten wollen dem armen Kerlchen an den Kragen. Glücklicherweise hat er aber seine allzweckverwendbare Bratpfanne dabei, mit denen er den Gegner ordentlich eins Übersemmeln kann. Und mit etwas Glück lassen sich in den Levels weitere, effektivere Waffen aufspüren. So z.B. ein überdimensionaler Löffel, der eine weitaus höhere Reichweite und Schlagkraft besitzt, als die Standartwaffen. Daneben zählt eine riesige Gabel zum Waffenarsenal des Küchenchefs, auf der er sich Hüpfenderweise fortbewegt und gleichzeitig Gegner mit einem gut getimten Sprung aus dem Weg räumen kann. Auch Teller lassen sich in den Levels finden, welche, als Frisbee missbraucht, auch entfernte Gegner ins Jenseits schicken.

Hat man einen Gegner aus dem Weg geräumt, so hinterlässt dieser eine Münze, mit welcher am Ende des Levels an einem einarmigen Banditen gespielt werden kann. Neben diversen Bonuspunkten, gibt es auch Extra-Leben, Energie-Auffrischer und zusätzliche Energie-Einheiten zu gewinnen. Sollte mal jemand nicht allzu viel mit dem Glücksspielautomaten haben - macht nichts, diese Items gibt es auch in den Levels zu schnappen, nur muss man sich dort halt ein bisschen mehr anstrengen. Ein Bonbon füllt dem Koch ein Herzchen auf, während der Lolly die Energieleiste um eine Einheiten erweitert. Hat man sogar das Glück, auf eine große Pfanne zu stoßen, stülpt er sich diese über den Kopf und wirbelt durch die Levels. Leider hält diese Unverwundbarkeit nur für kurze Zeit.

Das Abenteuer führt den Koch durch diverse Levels. Es beginnt alles auf der Strasse, führt danach in den Speisesaal und setzt sich u. a. im frostigen Kühlschrank, im Gartenrestaurant oder auch der Kanalisation fort, bis es auf dem Dach des Restaurants zum großen Showdown kommt. Zusätzlich gibt es in den Levels gut versteckte Bonusspiele zu finden, bei welchen man auch das eine oder andere Item abstauben kann. Am Ende eines jeden Levels wartet ein fetter, fantasievoll in Szene gesetzter Obermotz auf Prügel. Sei dies jetzt eine bissige Bratpfanne, ein riesiger Hamburger, oder auch ein leckeres Himbeereis, sie alle wollen nur eines: den kleinen Koch aufhalten.

Der größte Pluspunkt des Spiels ist wohl die Grafik. Die Levels sind alle knallbunt und sehr detailliert gestaltet worden und der Comic-Look der Charaktere wird so stimmungsvoll unterstrichen. Die Animationen der Gegner und auch des Helden sind sehr gut gelungen und hieraus kommt der Detailreichtum zum Vorschein. Das Scrolling ist, von einigen wenigen Slowdowns mal abgesehen, ebenfalls sehr flüssig. Auch der Sound kann sich durchaus hören lassen. Zu den schön komponierten Musikstücken ergänzen sich die passenden Soundeffekte hervorragend uns sorgen für eine gelungene, akustische Untermalung.

Das Leveldesign bietet einiges an Abwechslung und auch knifflige Abschnitte wurden nicht ausgelassen. Leider sind die Welten etwas kurz ausgefallen und auch deren Anzahl ist nicht gerade hoch. Die sehr präzise und einfache Steuerung sorgt für ein freudiges Spielerlebnis, jedoch hätte an der Kollisionsabfrage noch etwas gefeilt werden können, da sie nicht in jeder Situation präzise zu sein scheint.

Alles in allem kann man aber sagen, dass Jump 'n' Run Fans mit Panic Restaurant einen tollen Vertreter ihres Genres erhalten, der zwar in Sachen Umfang etwas beschränkt ist, dafür allerdings mit viel Spielwitz und guter Technik auftrumpfen kann.


Wertung


7/10

Kommentare



Seppatoni
Mit Panic Restaurant hat uns Taito ein nettes Jump 'n' Run beschert, welches sowohl technisch als auch spielerisch durchaus überzeugen kann. Ein Spiel, das zwar nicht Miyamoto-mäßig ist, aber dennoch einen Blick verdient hat.